Deutschland muSS Deutsch bleiben

…Helmut Koch hatte einen Traum

Neulich, im Jahr 2032, auf der Autobahn bei Frankfurt a.M., wird ein PKW von einem gepanzerten Fahrzeug aufgefordert den nächsten Parkplatz anzufahren. Dort warten neben einem Zivilfahrzeug zwei vermummte Schwerstbewaffnete. Einer der beiden tritt an den PKW und macht das Zeichen fürs Fenster öffnen.

„Verkehrskontrolle, Ihren Ausweis und Führerschein, bitte.“

„Habe ich was falsch gemacht, eine Verkehrsregel übertreten, zu schnell gefahren?“

„Nein, sie sind von der automatischen Personenerkennung der Plantir-Software auf den Autobahnbrücken wegen ihrer nicht völkischen Erscheinung erkannt und uns gemeldet worden.“

„WAS?! Sie sind doch keine Autobahnpolizei. Wieso sind sie schwer bewaffnet? Wer sind sie überhaupt?“

„Wir sind Mitglieder der EIS – des Amtes für Elimination und Immigrations-Schutz. Und jetzt bitte ihre Papiere oder wir betrachten ihr Handeln als Aggression und sind dann zu putativer Notwehr berechtigt!“

„Ist ja gut. Hier mein Ausweis und mein Führerschein.“

„Aha, sie sind also Herr Gonzales?“

„Ganz persönlich und deutscher Staatsbürger.“

„So so, sie wollen ein Deutscher sein. Sie sehen mit ihren dunklen Haaren ihrem braunen Teint und der großen Nase aber nicht aus wie ein Volksdeutscher. Und dem Namen nach sind sie eher Südlander, Spanier oder Portugiese.“

„Mal abgesehen davon, das auch Spanier oder Portugiesen EU-Angehörige sind, ich bin Deutscher in der dritten Generation!“

„Das kann leicht eine Schutzbehauptung sein. Haben sie denn einen amtlich beglaubigten Stammbaum?“

„Was soll ich haben? Einen amtlich beglaubigten Stammbaum? Welches Amt soll den überhaupt ausstellen?

„Den stellt das uns angegliederte Amt für Remigration aus. Das sollten sie als Ausländer doch kennen.“

„Ich bin DEUTSCHER!“

„Das sagen sie alle. Aber sie heissen nicht wie ein Deutscher, sie sehen nicht aus wie ein Deutscher und sie haben keinen Stammbaum. Haben sie wenigsten einen Deutschnachweis-Ausweis?

„Ich habe einen Deutschen Pass!“

„Dann zeigen sie den bitte.“

„Den habe ich zu Hause.“

„So, sie sagen mir grade sie haben möglicherweise einen deutschen Pass in einer Entfernung von 370 Kilometern. Das kann ich nicht kontrollieren.“

„Sehen sie doch in ihrem Tablet nach!!“

„Nu‘ bleiben se mal ruhich!!! Da habe ich keinen Zugriff.“

„Das ist SCHIKANE! Das ist illegal.“

„Mein Herr, wir sind in Deutschland und nicht in Amerika. Hier ist alles gesetzlich und ordentlich geregelt. Dafür steht die Kanzlerin grade.“

„Aber ich bin Deutscher. Die Kanzlerin ist eine Ausländerin mit sexuell abartigen Neigungen…“

„Die Kanzlerin ist im Gegensatz zu ihnen eine Volksdeutsche!“

Ich bin als IT-Experte eine gesuchte Arbeitskraft! Sie haben doch kein Recht…“

„Jetzt passen sie mal auf. Wir nehmen sie jetzt in Gewahrsam wegen des dringenden Verdachts des undeutschen Daseiens und Beleidigung einer Amtsperson. Wir bringen sie ein Aufklärungsgefängnis des Amtes für Remigration. Da haben wir mehr Zeit ihre Angaben zu überprüfen. Allerdings muß ich sagen, das sieht nicht gut aus. Flüchtlingskind in zweiter Generation. Das sind mindestens 70 Jahre illegalen Aufenthaltes und ungerechtfertigter Bezug aus deutschen Sozialsystemen. Da kommt eine hohe Schadenersatzforderung Deutschlands auf sie zu. Sicherheitshalber werden wir auf ihre Kosten ihre DNA untersuchen, um festzustellen wo ihre genetische Herkunft zu finden ist. Also nordisch-germanisch oder mediterran-lateinisch oder als Spanier sogar maurisch-afrikanisch. Also alles gründlich und gerecht.

Ich sehe sie sind IT-Experte. Wenn sie in ihre ungewisse Heimat zurück geführt werden, wahrscheinlich dann zuerst in ein marokkanisches Auffanglager. Aber gibt es die Möglichkeit, dass sie ihre Schulden in einer Produktionsstätte des Amtes für nichtdeutsche Arbeitskräfte abarbeiten. Neben einem Taschengeld gibt es Essen, einheitliche Kleidung und gemeinschaftliches Wohnen frei. Auch Gesundheitswesen und Bestattungskosten sind inclusive.

Die Produktionsstätten, das sind abgeteilte Bereiche von Siedlungen unter Führung eines deutschen DAX-Konzerns. Damit es keine Übergriffe ausländerfeindlicher Kräfte gibt, werden die auch noch durch eine Wachtruppe geschützt. Der Identifikation dient dann ein Aufnäher mit der Rune also „Stammgut“. Das Remigrationsamt und das Amt für nichtdeutsche Arbeitskräfte rechnen dann aus, wann ihre Schuld abgearbeitet ist.

Stellen sie also ihr KFZ ab, übergeben uns Papiere und Schlüssel und steigen sie aus. Halten sie die Hände immer sichtbar für uns. Sie kommen nach München. Dort werden sie in naher Zukunft auch ihre Angehörigen wiedertreffen. Leisten sie bitte keinen Wiederstand, sonst machen wir sofort von der Schußwaffe gebrauch.“