Kategorie: Allgemein

Zeit für Mehrarbeit

von Norbert Sommerfeldt

Deutschland ist gerecht, weder Obdachlose noch Millionäre dürfen unter Brücken schlafen!

Dieser sehr alte Satz hat nichts an Aktualität eingebüßt.

Wir erleben gerade das größte Zurückfahren in Jahrzehnten erkämpfter sozialer und ökologischer Rechte und Verbesserungen. Egal, ob es um die mühsam errungenen Verbesserungen in der Sozialversicherung, die Erleichterungen in der Arbeitswelt oder die Fortschritte in der Klimapolitik geht – ein propagandistisches Trommelfeuer durch Politik, Medien und sogenannter Weiser will unsere Republik in ein anderes Land verwandeln.

Seit Jahren tobt, kaum kritisch erörtert, eine Auseinandersetzung zwischen „effektivitätsbasierten“ und „demokratischen“ Herrschaftsformen. Hier wird schon bewusst unterstellt, dass Demokratie ineffektiv sei. Nette Geschichten werden präsentiert: In New York hätten zwei Arbeiter sechs Wochen lang eine Rolltreppe repariert, während in China in der Zeit zwei Flugplätze gebaut wurden.

Die erste Phase des Behindern, Verschleppens und Vereitelns, galt den ökologischen Bemühungen, die Lebensqualität unserer Umwelt zu erhalten und zu verbessern.

Wie irrsinnig das doch alles sei: Eine kleine Kröte verhindert seit Jahren ein wichtiges Bauvorhaben; wie hässlich doch diese Windmühlen sind; wir können uns keine neue Heizung leisten…

Medial aufbereitete Einzelbeispiele des „Ökowahnsinns“ bereiteten den Boden für krachende Wahlverluste der Grünen, die mit unglücklicher Personalpolitik und durch das teilweise instinktlose Verhalten einzelner Parteispitzen hilfreich zur Seite standen.

Die zweite Phase zielt nun auf Arbeitnehmerrechte. Eine Stunde die Woche mehr muss drin sein, schallt es aus Bayern. Wenn dann für Postings mit Wurstessen bezahlt würde, wäre das kein so schlechter Vorschlag.

Sakra – das ist VEGGIEEEHHH

Die Zielrichtung ist allerdings anders: Mehrarbeit, Abschaffung der Parität von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberzahlungen in der Sozialversicherung und Verschlechterungen in der Alters- und Gesundheitsversorgung.

Die Gundel-Gaukeleys der Wirtschaftspolitik und ihre Handlanger hören nicht auf, die Axt an die Wurzeln des Sozialstaats zu legen – während die SPD diesen nicht einmal mehr mit stumpfer Klinge verteidigt.

Wo ist sie hin, die Kampfgemeinschaft für Arbeitnehmer aus SPD und Gewerkschaften? Lächelnd wenden sich hier einige Kenner der Geschichte ab. Das war stets eine Illusion. Am Ende haben sich doch immer die glatten Karrieristen durchgesetzt.

Erbschaftsteuer, Rentenbeiträge für alle Einkommen, unheimlich wie schnell die Diskussionen beerdigt wurden bevor sie begonnen hatten.

Die dritte Phase ist der Abbau demokratischer Rechte. Wer in die USA schaut, sieht, was auf die demokratischen Kräfte zukommt. Hier ist man so weit, dass die Frage der Machtergreifung nach faschistischer Methode ein Thema ist.

In Deutschland haben wir eine Brandmauerdiskussion, aber was bedeutet das? Die Realität sieht an vielen Orten bereits anders aus. Die Nichtwahl einer Verfassungsrichterin hat gezeigt, wie weit Kräfte in der CDU den AfD-Positionen auf den Leim gehen oder sogar gleicher Meinung sind.

Karl Jaspers verglich die Stabilität der demokratischen Gesellschaft mit einer Kugel auf der Spitze eines Kegels. Wir – besonders aber die Parteien – sind ständig aufgefordert, dieses empfindliche Konstrukt zu schützen und zu pflegen. Höchste Zeit für „Mehrarbeit“ an der Demokratie.

Deutschland muSS Deutsch bleiben

…Helmut Koch hatte einen Traum

Neulich, im Jahr 2032, auf der Autobahn bei Frankfurt a.M., wird ein PKW von einem gepanzerten Fahrzeug aufgefordert den nächsten Parkplatz anzufahren. Dort warten neben einem Zivilfahrzeug zwei vermummte Schwerstbewaffnete. Einer der beiden tritt an den PKW und macht das Zeichen fürs Fenster öffnen.

„Verkehrskontrolle, Ihren Ausweis und Führerschein, bitte.“

„Habe ich was falsch gemacht, eine Verkehrsregel übertreten, zu schnell gefahren?“

„Nein, sie sind von der automatischen Personenerkennung der Plantir-Software auf den Autobahnbrücken wegen ihrer nicht völkischen Erscheinung erkannt und uns gemeldet worden.“

„WAS?! Sie sind doch keine Autobahnpolizei. Wieso sind sie schwer bewaffnet? Wer sind sie überhaupt?“

„Wir sind Mitglieder der EIS – des Amtes für Elimination und Immigrations-Schutz. Und jetzt bitte ihre Papiere oder wir betrachten ihr Handeln als Aggression und sind dann zu putativer Notwehr berechtigt!“

„Ist ja gut. Hier mein Ausweis und mein Führerschein.“

„Aha, sie sind also Herr Gonzales?“

„Ganz persönlich und deutscher Staatsbürger.“

„So so, sie wollen ein Deutscher sein. Sie sehen mit ihren dunklen Haaren ihrem braunen Teint und der großen Nase aber nicht aus wie ein Volksdeutscher. Und dem Namen nach sind sie eher Südlander, Spanier oder Portugiese.“

„Mal abgesehen davon, das auch Spanier oder Portugiesen EU-Angehörige sind, ich bin Deutscher in der dritten Generation!“

„Das kann leicht eine Schutzbehauptung sein. Haben sie denn einen amtlich beglaubigten Stammbaum?“

„Was soll ich haben? Einen amtlich beglaubigten Stammbaum? Welches Amt soll den überhaupt ausstellen?

„Den stellt das uns angegliederte Amt für Remigration aus. Das sollten sie als Ausländer doch kennen.“

„Ich bin DEUTSCHER!“

„Das sagen sie alle. Aber sie heissen nicht wie ein Deutscher, sie sehen nicht aus wie ein Deutscher und sie haben keinen Stammbaum. Haben sie wenigsten einen Deutschnachweis-Ausweis?

„Ich habe einen Deutschen Pass!“

„Dann zeigen sie den bitte.“

„Den habe ich zu Hause.“

„So, sie sagen mir grade sie haben möglicherweise einen deutschen Pass in einer Entfernung von 370 Kilometern. Das kann ich nicht kontrollieren.“

„Sehen sie doch in ihrem Tablet nach!!“

„Nu‘ bleiben se mal ruhich!!! Da habe ich keinen Zugriff.“

„Das ist SCHIKANE! Das ist illegal.“

„Mein Herr, wir sind in Deutschland und nicht in Amerika. Hier ist alles gesetzlich und ordentlich geregelt. Dafür steht die Kanzlerin grade.“

„Aber ich bin Deutscher. Die Kanzlerin ist eine Ausländerin mit sexuell abartigen Neigungen…“

„Die Kanzlerin ist im Gegensatz zu ihnen eine Volksdeutsche!“

Ich bin als IT-Experte eine gesuchte Arbeitskraft! Sie haben doch kein Recht…“

„Jetzt passen sie mal auf. Wir nehmen sie jetzt in Gewahrsam wegen des dringenden Verdachts des undeutschen Daseiens und Beleidigung einer Amtsperson. Wir bringen sie ein Aufklärungsgefängnis des Amtes für Remigration. Da haben wir mehr Zeit ihre Angaben zu überprüfen. Allerdings muß ich sagen, das sieht nicht gut aus. Flüchtlingskind in zweiter Generation. Das sind mindestens 70 Jahre illegalen Aufenthaltes und ungerechtfertigter Bezug aus deutschen Sozialsystemen. Da kommt eine hohe Schadenersatzforderung Deutschlands auf sie zu. Sicherheitshalber werden wir auf ihre Kosten ihre DNA untersuchen, um festzustellen wo ihre genetische Herkunft zu finden ist. Also nordisch-germanisch oder mediterran-lateinisch oder als Spanier sogar maurisch-afrikanisch. Also alles gründlich und gerecht.

Ich sehe sie sind IT-Experte. Wenn sie in ihre ungewisse Heimat zurück geführt werden, wahrscheinlich dann zuerst in ein marokkanisches Auffanglager. Aber gibt es die Möglichkeit, dass sie ihre Schulden in einer Produktionsstätte des Amtes für nichtdeutsche Arbeitskräfte abarbeiten. Neben einem Taschengeld gibt es Essen, einheitliche Kleidung und gemeinschaftliches Wohnen frei. Auch Gesundheitswesen und Bestattungskosten sind inclusive.

Die Produktionsstätten, das sind abgeteilte Bereiche von Siedlungen unter Führung eines deutschen DAX-Konzerns. Damit es keine Übergriffe ausländerfeindlicher Kräfte gibt, werden die auch noch durch eine Wachtruppe geschützt. Der Identifikation dient dann ein Aufnäher mit der Rune also „Stammgut“. Das Remigrationsamt und das Amt für nichtdeutsche Arbeitskräfte rechnen dann aus, wann ihre Schuld abgearbeitet ist.

Stellen sie also ihr KFZ ab, übergeben uns Papiere und Schlüssel und steigen sie aus. Halten sie die Hände immer sichtbar für uns. Sie kommen nach München. Dort werden sie in naher Zukunft auch ihre Angehörigen wiedertreffen. Leisten sie bitte keinen Wiederstand, sonst machen wir sofort von der Schußwaffe gebrauch.“

Das Ende des demokratischen Zeitalters

Es kam so Stück für Stück. Das Ende des demokratischen Zeitalters. Das hat kaum einer bemerkt.

Obwohl es eigentlich kein Zeitalter ist, sondern nur der gut 200 Jahre alte Versuch demokratische Ideen als Staaten zu praktizieren. Und das hat nur in wenigen Staaten einige Zeit lang geklappt.

Das demokratisch Zeitalter von Marianne bis Donald

Nun ist das Ende schon recht nahe. Die aufrechten Demokraten, die Verteidiger der Werte des „Christlichen Abendlandes“, sind hilf- und fassungslos. In Zeiten der Krise, der endlicher werdenden Recourcen, der jahrzehntelangen Geldschöpfung ohne Gegenwerte, zeigt sich: Demokratie ist das Fettauge auf der Suppe des Reichtums. Autokratien, geschlossene Herrschercliquen, ungezügelte Elektronik-Riesen, sind schneller und anpassungsfähiger. Wer sich nicht an Verträge und Vereinbarungen hält, aber über endgültige Vernichtungswaffen verfügt, ist im Vorteil. Er ist einer demokratischen Gesellschaft klar überlegen. Besonders dann, wenn die lenkenden Demokraten seit Jahrzehnten vor allem das Ziel verfolgen sich und ihre Amigos zu bereichern. Das Wohlergehen des Volkes ist ihnen schnurz, außer es wird Wahlvolk gesucht, das man mit nicht ernst zu nehmenden Wahlversprechen versucht an die Krippen der Demokratie, also die Wahlurnen, zu bekommen. Das gelingt immer weniger. Ein Vorteil, der Nährboden, für die „neuen“ nationalistischen Großmaulparteien, die „gegen das Establishment“, gegen die Filzokratien, gegen die linksgrün-versifften Verbotsparteien, usw sind. Schuld an allem sind besonders die, die grade nicht dem jeweiligen „Volk“ angehören. Raus! Remigrieren! Das sie selber auch nur Geld und Macht wollen, müssen sie nicht laut sagen, das könnte Wähler – die vielleicht einmal noch gebraucht werden – irritieren.

Die USA – die westlich-demokratische Schutzmacht – hat ihre Solidarität mit dem Rest der Welt aufgekündigt: Amerika first! Ob die USA demokratisch sind wird sich spätestens in 3 Jahren zeigen.

Putin wußte, warum er die Wahl des Narzisten Trump mit allen illegalen Methoden unterstützt hat. Nun paralisiert Trump in seiner Gier (Geld, Macht, Anerkennung) die Europäer – die sowieso schon traditionell uneins sind – und Putin kann in der Ukraine nach dem de-facto-Zusammenbruch der Nato machen was er will. Und damit ist der Landhunger für Groß-Russland noch lange nicht gesättigt. Mittel- und Südamerika werden durch die USA destabilisiert.

China lacht. Schürt hintenrum alle internationalen Krisen und wartet ab. Der Krisengürtel von der Türkei bis zum Sudan ist mit sich selbst beschäftigt, Arabien kämpft zusammen mit Russland und den USA um Absatzmärkte für Öl und Gas. Die Armen dieser Welt baden die Klimakatastrophe als Erste aus.

Allerdings scheinen die Autokratien dieser Welt zu ignorieren, das der Zusammenbruch der Weltwirtschaft alle trifft. In einer vernetzten Welt kann sich nicht eine Insel unbeschädigt vom Netz-Zusammenbruch halten. Keine Industrie kann alleine im nationalen Rahmen produzieren. Der Zusammenbruch der führenden Währungen wird alle Geschäfte, alle Warenströme abrupt stoppen.

Die Veränderung des Klimas wird in wenigen Jahrzehnten die Erde für Menschen unbewohnbar machen. Ein Prozess der durch Kriege und weiter steigende Verwendung fossiler Energieträger unumkehrbar beschleunigt wird und der seinen Abschluss in den weiter steigenden Zahlen der Weltbevölkerung finden wird.

Gian Ehrenzeller | Credit: dpa

wikipedia

Archiv Harald Weber / harald-weber.info

Internet

Die große Mehrheit der Menschen in den (noch) reichen Staaten ignoriert das und sorgt sich um Haus und Auto. Schuld sind immer die anderen. Den Rest kann „die KI“ regeln, deren Energiebedarf allerdings das Ende der Menschheit auch nicht überleben wird.

So geht mit dem Ende des demokratischen Zeitalters auch das Zeitalter des Homo Sapiens zu Ende.

Armageddon, das Jüngste Gericht, Ragnarök, das Ende der Zeit? Nein, es ist kein Weltuntergang. Es ist nur das Ende der Menschheit. Da lachen die Götter und suchen sich einen neuen Spielkasten…

Keine Chance?!

Ich stelle meine Kanne mit kaltem Tee zum Aufwärmen in die Mikrowelle.

Kanne voran, Griff zu mir.

Nach drei Minuten macht es „Ping“.

Ich öffne die Mikrowelle.

Ich will die Kanne herausnehmen.

Der Griff der Kanne ist nach hinten gerichtet.

 

Nach einiger Zeit fällt mir auf:

Der Griff ist eigentlich immer hinten.

Ich stelle die Kanne in die Mikrowelle und drehe den Griff nach hinten.

Nach drei Minuten macht es „Ping“.

Ich öffne die Mikrowelle.

Der Griff der Kanne ist hinten.

Ich stelle die Kanne in die Mikrowelle und drehe den Griff nach rechts.

Nach drei Minuten macht es „Ping“.

Ich öffne die Mikrowelle.

Der Griff der Kanne ist hinten.

Ich stelle die Kanne in die Mikrowelle und drehe den Griff nach links.

Nach drei Minuten macht es „Ping“.

Ich öffne die Mikrowelle.

Der Griff der Kanne ist hinten.

Es ist egal wohin ich den Griff der Kanne drehe.

Es ist egal wie lange die Mikrowelle an ist.

Es ist egal auf welcher Leistungsstufe die Mikrowelle arbeitet.

Nach dem „Ping“ zeigt der Kannengriff immer nach hinten.

Das geht auch mit Tassen.

Das ist ein Naturgesetz:

Der Griff ist hinten – immer!

 

Jetzt bleibe ich vor der Mikrowelle stehen.

Ich warte bis der Griff vorne ist.

Dann reiße ich die Tür auf.

Ich laß‘ mir doch nicht von einer Mikrowelle auf der Nase rumtanzen!!

Weihnachten im Klo

Achtung nur für Erwachsene!

Jawoll, endlich auch Weihnachliches im Scheißhaus. Dank Jawoll kann mensch nun seinen Klo-Deckel mit einem Weihnachtsmann-Gesicht versehen. Aber nicht zu früh die Hose runterziehen! Sonst röhrt der Elch, den es alternativ zu kaufen gibt.

Hallelujah! Man kann sich dem Weihnachtsmann ins Gesicht setzen! Ein ganz neuer Aspekt bei der Auto-Erotik. Völlig neue Weihnachtsgefühle!

Nicht geeignet für Stehpinkler.

Jawoll, da fällste vom Glauben ab.

ÖPNV im Wendland – oder eine unendliche Geschichte

Es war einmal eine Zeit in der viele Unternehmen viele Busse durch Lüchow-Dannenberg fuhren. Das war unflexibel und teuer. Also suchte man Mitte der 80er Jahre nach Alternativen. Es wurde ein Gutachten an die Uni Wuppertal vergeben. Das Ergebnis hieß AST: Anruf-Sammel-Taxis. Die sollten die Dörfler zu den Bus-Hauptlinien bringen. Ein Bürger hatte einen ähnlichen Plan eingebracht, der noch Sonderfahrten und Bürgerbusse einbezog. Das AST-Gutachten verschwand ungenutzt. Alle 10 Jahre wurde der überarbeitete Plan wieder vorgelegt. Kein Interesse.
Als Jürgen Schulz Landrat wurde, wurde das Thema angepackt. Vor einer Reform musste der Verkehr in einer kreiseigenen Gesellschaft gebündelt werden. Das dauerte viele Jahre.
2016 war es soweit und es wurden Rufbus-Linien eingerichtet. An Wochenenden fuhren fast nur noch Ruf-Busse, die man an allen Tagen bis 20 Uhr telefonisch bestellen konnte.
Ab 2019 gibt es den Verein „Carsharing Wendland“, der die geteilte Nutzung von Vereinsfahrzeugen anbietet. 2024 war der Verein zum zweiten Mal pleite.
2023 wurde „Wendland Mobil/Clever Mo We“ als Dach für den ÖPNV installiert. Rufbusse bestellte man nun mit dem SmartPhone oder telefonisch zu Geschäftszeiten der „Mobilitäts-Zentrale“, also MO-FR, bis 17 Uhr. Die Erkenntnis, das (potentielle) Fahrgäste Kunden sind, denen man erklären muss, wie das funktioniert, ist im öffentlichen Dienst offenbar nicht vorhanden.
Stattdessen wurde 2024 wieder der Plan geändert und das „Taxi on Demand“ kam. Nun fuhren an den Wochenenden gar keine Busse mehr. Das teilte CleverMoWe an dem Tag per Zeitung mit, an dem der neue Plan in Kraft trat. Und es gab einen Flyer den man im Lüchower Pavillion bekam und eine Website zur Information. Voll clever. Kleiner Systemfehler: wollte man ein Taxi on Demand am Wochenende ordern, war da keines zu bekommen oder nicht zur gewünschten Zeit.
Nun der neueste Plan: Carsharing und on Demand werden unter Kreis-Regie zusammengeführt und am Wochenende sollen Menschen die von A nach B wollen das Carsharing benutzen. Auch die ohne Führerschein? Wie kommen die Autos wieder zurück, wenn der Nutzer nur in eine Richtung fahren will? Zwei gescheiterte Projekte ergeben zusammen keinen Erfolg. Die schönsten Anglizismen schaffen keinen brauchbaren ÖPNV. Jährliche System-Änderungen bringen keine neuen Nutzer. Kurz: CleverMoWe war eine millionenschwere Pleite. Projekte sind untaugliche Instrumente für Grundleistungen. Weniger wollen, mehr machen. Und das benötigt seine Zeit. Im ÖPNV sind das Jahre. Wer nach nur kurzer Zeit ein neues System aufgibt, verunsichert alle Beteiligten und verbrennt Geld.

Die Tor macht weit…

von Norbert Sommerfeldt

Da haben wir diese Regierung aus zwei Bundesparteien, die schon immer in der Regierung waren, und einer Regionalpartei, die die Richtlinien der Regierung bestimmt. Alles wird nun besser, nichts wird gut.

Nach drei Jahren medialen Trommelfeuers und Dank einer Partisanenpartei(?), die ihren Auftrag zur Ampelzerstörung so grandios erledigte, dass sie sich gleich selber zerlegte, gibt es nun eine CDU-Kanzlerschaft.

In der Logik gibt es den Grundsatz, dass man von etwas Falschem ausgeht und dennoch Wahres erreichen kann. In der Politik sind hier durchaus Zweifel angebracht.

Der aktuelle Kanzler, offensichtlich ein Magier der Wahrheitsbeugung, hat seinen Wahlkampf mit Aussagen bestritten, die schon vor seiner Kanzlerwahl ins Gegenteil verkehrt wurden. Das gehört mittlerweile zum politischen Handwerk. Moral ist die Realität der Tatenlosen, behauptete einst ein Nazi-Scherge bei Lion Feuchtwanger.

Innerhalb kurzer Zeit erleben wir ein politisches Rollback, das Seinesgleichen sucht. Da gibt es eine Bundestagspräsidentin, die keine Regenbogenflagge hissen lässt und sich auf politische Neutralität beruft. Der Regenbogen vereint alle Farben und steht für eine einige und vielschichtige Gesellschaft. Vielleicht wäre es ihr leichter gefallen ein Nestlé-Wimpel zu schwenken? Einst gab es den Satz: Drei Faschisten und acht Neutrale = elf Faschisten.

Es gibt einen Innenminister, der von seinen Beamten an den Grenzen rechtswidriges Verhalten erwartet. Die Rechtslage hierzu wird von Experten als eindeutig eingestuft. Hat das Mautdesaster nicht gereicht um zu zeigen, dass dem Mann das Recht am Heck vorbeigeht? Muss ein erfolgloser politischer Wiedergänger mit dem Innenministerium belohnt werden?

Die Klimakatastrophe, die sich in vielen Bränden, Stürmen und Überschwemmungen manifestiert, reicht offensichtlich nicht aus, um die Zeichen der Zeit zu erkennen. So gönnt sich unser Land jetzt eine Wirtschaftspolitik, die geradezu brutal das zarte Pflänzchen Energiewende im Altmeier-Stil niedertritt. Vorwärts in die Vergangheit?

Das Sahnehäubchen war jetzt die (Nicht)-Wahl der Richterinnen zum Verfassungsgericht. Ein sonst geräuschloser Vorgang, der im gegenseitigen Einvernehmen der Demokraten erledigt wird, gerät zum politischen Kampffeld der Hetze, Verunglimpfung und Engstirnigkeit. Mit im Spiel die Kirche, eine der wenigen Institutionen, die immer noch am Organisationsmodell totalitärer Parteien festhält.

Hauptdarsteller ist hier ein ehemaliger Gesundheitsminister, dessen vermutlich offensichtliche Fehlleistungen durch das Schwärzen von Dokumenten vor den Bundesbürgern- und Abgeordneten verborgen werden müssen.

Kurz: Wahltäuschung, gesellschaftliche Ausgrenzung, die Um-Interpretation rechtlicher Normen, rückschrittliche Wirtschafts- und Umweltpolitik, Beschädigung von Verfassungsorganen…

Kann es sein, dass die AFD über die CSU und einen CDU-Flügel schon jetzt die Regierung nach ihrer Pfeife tanzen lässt? Der AFD werden grade Tür und Tor geöffnet.

Um-Steuern

Steuern steuern
Das Ruder herumreißen
aber nicht versteuern
beim Besteuern
besser umsteuern.
Das Ruder umlegen
beim Steuerkurs
Gegensteuern.
Nicht gegen Steuern 
gegensteuern.

Richtig steuern
beim Versteuern.

Es gibt Unterschiede
beim Aussteuern
und bei der Aussteuer.

Steueraufkommen 
mein Gott, wo kommt sie denn? 
Wo ist sie denn hin? 
Kommt die Steuer von rechts, links oder von hinten auf? 

Wir sollten uns dringend absetzen. 

Steuervorkommen 
werden die von Steuersuchern entdeckt? 
Oder kommt so eine Steuer einfach mal vor? 
Wer bekommt die Schürfrechte? Siemens oder Mercedes? 

Der Staat, 
der nur Arbeit besteuert 
wird arm. 

Wer seine Arbeit versteuert 
ist arm.
Wer sich nicht versteuert 
bekommt Boni.

Steuerfrei.

Nur Lenker bekommen Boni.
Wer den Lenker herumreißt
bekommt eine Anklage.
Alles umsonst.
Steuermann halt die Wacht!
Steuerfrau zeig die Macht!

Benjamin Putin

Wenn der Krieg Russlands in der Ukraine ein Kriegsverbrechen ist, warum ist dann Israels Vernichtung des Gaza-Streifens keines?

Der Überfall auf die Ukraine ist ein Kriegsverbrechen. Das Bombardement ziviler Einrichtungen ist ein Kriegsverbrechen. Das Beschießen von Wohnhäusern ist ein Kriegsverbrechen. Das Vertreiben von Ukrainern ist ein Kriegsverbrechen. Der Verantwortliche für die „Militärische Spezialaktion“ Wladimir Putin, ist folglich ein Kriegsverbrecher.

Der Einmarsch Israels in Gaza ist Terrorabwehr. Das Bombardement ziviler Einrichtungen ist Terrorabwehr. Das Beschießen von Wohnhäusern ist Terrorabwehr. Das Vertreiben von Palestinensern ist Terrorabwehr. Das vollständige Besetzen Gazas ist Terrorabwehr. Das Aushungern der Palestinenser ist Terrorabwehr. Das Vorenthalten medizinischer Versorgung ist Terrorabwehr. Das Siedeln auf fremden Boden ist Terrorabwehr. Der Verantwortliche Benjamin Netanjahu ist folglich ein Terror-Abwehr-Spezialist.

Für deutsche Politiker moralisch ganz klar nachvollziehbar. Deswegen will der deutsche Kanzler Merz den israelischen Premier Netanjahu trotz des internationalen Haftbefehls unbehelligt empfangen, sich dann aber kritisch über den Gaza-„Feldzug“ äußern.

*

Bevölkerungsstatistik

Gaza

Fläche: 365 km² – Einwohner: 2.142.000

Dichte: 5.829 Einwohner pro km²

Berlin

Fläche: 891 km²

Dichte: 4.110 Einwohner pro km²

Wendland

Fläche: 1.227 km² – Einwohner: 46.815

Dichte: 38 Einwohner je km²

*

Kriegs-Statistik aus der Quelle Statista Research Department:

Getötete Menschen im aktuellen Gaza-Krieg (Stand 28.05.2025):

54.271 Palästinenser und 1.706 Israelis, außerdem 180 Journalisten und Medienschaffende und über 224 Mitarbeiter humanitärer Hilfsorganisationen

Verletzte: 119.846 Palestinenser (alle Krankenhäuser zerbombt) und 5.431 Israelis

Im Westjordanland sind seit dem 07. Oktober 2023 insgesamt 924 palästinensische Todesopfer und 8.515 Verletzte bestätigt worden. Der Großteil der Toten und Verletzten im Westjordanland ist durch israelische Soldaten getötet worden, eine kleine Zahl durch israelische Siedler.

Der Russland-Ukraine-Krieg hat laut Zählungen des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte (OHCHR) bis zum 30. April 2025 mindestens 13.134 Todesopfer in der ukrainischen Zivilbevölkerung gefordert, darunter mindestens 701 Kinder. Bisher mindestens 31.867 verletzte Zivilist:innen, darunter 2.032 verletzte Kinder. 

Bei den Angaben handelt es sich um durch die UN bestätigte zivile Opfer. Das OHCHR geht davon aus, dass die tatsächliche Anzahl an Verletzten und Toten in der ukrainischen Zivilbevölkerung wesentlich höher ist.

Foto 4

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