Nicht das Warschauer Ghetto, nicht Mariupol – Gaza Stadt. Oder: Nun lebt mal schön in Frieden.
Achtung: Dieser Beitrag könnte Formulierungen enthalten die zynisch wirken. Zu Nebenwirkungen fragen sie ihr Gewissen, einen Christen oder Friedrich Merz
Die „Juden“ sind nicht Israel. Israel ist ein Staat und es gibt den jüdischen Glauben und beides hat miteinander zu tun. Doch auch in Israel leben Menschen anderen Glaubens. Ich bin dafür, das Israel in Sicherheit leben kann. Aber Israel tut alles um das Gegenteil zu bewirken.
Ich habe keine Ahnung aus welchen Motiven Herr Netanjahu die israelische Armee in den Kampf schickt. Ich habe keine Ahnung warum er den Siedler-Terror gegen die Bewohner der besetzten Gebiete fördert. Aber was Gaza betrifft, scheint er entschlossen, die Palestinenser solange zu terrorisieren, bis sie erschossen, zerbombt, verhungert und/oder an Krankheiten gestorben sind. Und der überlebende Rest lebt in einer neuen Steinzeit weiter, ohne Möglichkeit sich einen Lebensunterhalt zu sichern, ausreichend an Trinkwasser, Unterkunft und Lebensmittel zu kommen.
Gaza ist ein geschlossenes Lager in das hineingeschossen und gebombt wird. Vielleicht wären die Palestinenser längst geflohen, wenn Israel den „Sack“ Gaza nicht zugemacht hätte. Die Grenzen werden erst geöffnet, wenn die Regierung Netanjahu sicher ist, das restlos alle (im Sinne eines Donald Trump) fliehen wollen (keiner will sie aufnehmen) oder so demoralisiert sind, das sie statt zu leben nur noch vegetieren.
Ich halte das für Völkermord.
Wie will er den Israelis so Frieden und Sicherheit bringen? Eine Million neu hasserfüllter Palestinenser die nichts – aber auch gar nichts – außer dem eigenen Leben zu verlieren haben, sollen Israel oder Menschen jüdischen Glaubens tolerieren? Das kann keiner glauben. Hass schafft Hass. Die angeblich so religiösen („orthodoxen“) Hardliner sollten vielleicht mal in die Thora sehen, bevor sie die Vernichtung der Palestinenser weiter vorantreiben. Können sie selber nicht leben, ohne sich verfolgt und bedroht zu fühlen? Oder geht es „nur“ darum ihre Macht zu erhalten? Sie sorgen dafür, das dieser Zustand auf ewig erhalten bleibt. Israels Zukunft besteht so aus Krieg und Unterdrückung.
Was geht mich das eigentlich an? Weil deutsche Politiker mit dafür sorgen, das Israel seinen Krieg gegen seine Nachbarn weiterführen kann. Weil deutsche Politiker und Behörden nicht nur auf dem rechten Auge schlecht sehen, sondern auch was den nahen Osten betrifft, mit partieller Blindheit geschlagen sind. Weil die geschundenen Palestinenser uns – auch mich – mit Netanjahu und Co gleichsetzen. Wenn ein deutscher Kanzler(-Kandidat) einen vom Internationalen Gerichtshof mit Haftbefehl gesuchten Verdächtigen empfangen will, dann geht mich das was an.
Wenn Bomben und Raketen dafür sorgen, das es keinen sicheren Ort für Zivilisten in Gaza gibt; wenn jüdische „Siedler“ (also Landräuber) einen Oscarpreisträger zusammenschlagen, weil er einen Film über seine Lebenswirklichkeit gemacht hat, halte ich das für Gräueltaten. Und wenn ein Staatsapparat – hier der israelische – so etwas fördert, veranlasst oder duldet, nenne ich das Staatsterror.
Israel zeigt keinerlei Friedenswillen. Letztlich will eine solche Haltung die bedingungslose Kapitulation aller mit einer anderen Meinung, Lebensauffassung oder Religion.
Ist das mit den „Werten des christlichen Abendlandes“, die wir so oft als Monstranz (Liturgisches Schaugefäß) vor uns hertragen, vereinbar sein? Ist das das Ergebniss des jüdischen Glaubens? Das glaube ich nicht.
Das gelobte Land: Israels Geschichte