Autor: Helmut

33 Jahre wunde.r.punkte und KLP

Die Kulturelle Landpartie begann als 1004 wund.r.punkte wendland. Ich habe über 30 Jahre in Vorstand und Arbeitsgruppen mitgearbeitet. Zur 33. KLP gab es eine Ausstellung mit vielen Bildern und Exponaten aus 33 Jahren KLP in Tüschau. Aus diesem Anlaß habe ich, mit viel Unterstützung, die Broschüre „33 Jahre 1004 wunde.r.punkte & Kulturelle Landpartie“ zusammengestellt.

Und die ist hier zu finden:

33 JAHRE

 

Das Gender

Überall taucht jetzt in Deutschland ein Verwirrung stiftender Typ auf: Der Gender-Hannes. Übrigens, der Schlendri-Jan ist garantiert kein Verwandter des Gender-Hannes. Mensch erkennt den Gender-Hannes am häufigen Schluckauf bei der Rede und daran, das er unleserliche Texte verfasst.

Er ist schon weit darin gekommen öffentliche Medien zu okkupieren. Allerdings, wenn er spricht, finden das 10 Prozent gut, 45 Prozent ist das mehr oder weniger gleichgültig und 36 Prozent finden das furchtbar*.

Der/die/das Gleich-Stellungs-Beauftragte erklärt auf Nachfrage, der Gender-Hannes würde die Diskriminierung der Geschlechter in der Sprache und damit im Alltäglichen bekämpfen.

Da haben wir im Deutschen besonderes Pech. Bei uns ist die tägliche Diskriminierung besonders groß – wegen der Sprache. Ganz anders im englischen Sprachraum, wo es keine Diskriminierung gibt, weil die Sprache keine geschlechtlichen Artikel kennt**.

* Infratest 2021: Gegenüber der Verwendung einer geschlechterneutralen Sprache in Medien und Öffentlichkeit bestehen bei den Deutschen weiterhin erkennbare Vorbehalte. Ein Viertel der Befragten (26 Prozent; -9 zu Mai 2020) befürwortet zwar aktuell den Einsatz von Binnen-I oder nicht-differenzierenden Formen. Zwei Drittel der Wahlberechtigten (65 Prozent; +9) lehnt deren Verwendung in Medien und Öffentlichkeit jedoch ab. Die zunehmende Präsenz einer gendergerechten Sprache in Medien und Öffentlichkeit hat deren Akzeptanz nicht gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Ablehnung gestiegen.

** Im Englischen gibt es nur einen bestimmten und einen unbestimmten Artikel. Der bestimmte Artikel the steht für die bestimmten deutschen Artikel der, die und das.

.

.

Was fürs Klima machen…

Klimasprüche  Ergänzt am 5.12.23

Die Veränderung fängt bei uns zu Hause an. Im eigenen Kopf und bei eigenen Gewohnheiten. Das ist schwerer als zu warten, das Politik, Konzerne, Handelsketten oder Landwirte vorangehen. Sicher, die Politik muß den Handlungsrahmen vorgeben. Aber machen müssen wir das alle.

Beim Kochen, Waschen, Einkaufen, Fahren, Anziehen, usw.

60 Jahre Widerstandskultur

60 Jahre Widerstandskultur
Formen und Inhalte des Protestes in der BRD. Ein Vortrag, gehalten zur Kulturellen Landpartie 2018

Die 68er – die Friedensbewegung – der Anti-Atomprotest.

Im Bewusstsein der Öffentlichkeit gibt es nur diese drei Protestbewegungen. Das ist falsch. Wer verstehen will, wie sich der Gorleben-Widerstand entwickelt hat, kann das nicht tun, ohne die Widerstandskultur der BRD zu betrachten.

60 Jahre Widerstandskultur weiterlesen

Meinung zu Palestina

Es ist wohl irrwitzig anzunehmen, das aus einer Familie, einer Sippe, einem Stamm, friedlich ein Staat entsteht. Schon in der Bibel ist es ein Hauen und Stechen. So dürfte die Entstehung eines „Staates“ Israel durch Einnahme des Landes Kanaan zum Übergang der Spätbronzezeit zur frühen Eisenzeit nicht völlig friedlich abgelaufen sein.

Die Frage, wem ein Land „gehört“, ist eine zeitliche Frage und muß eigentlich lauten, wer siedelte wann auf einem Stück Land? Die orthodoxen Juden machen sich das ein wenig einfacher. Sie behaupten einfach: „Gott hat uns das Land geschenkt“. Eine Sicht, die nur wenige „Palestinenser“ teilen dürften.

1967 diskutierte ich mit meinem Vater über den Sieben-Tage-Krieg und den Staat Israel. Mein Vater sagte: „Auch jemand dem furchtbares Unrecht und Leid angetan wurde, hat nicht das Recht anderen Gleiches zu tun.“. Mein Vater hat damit nicht nur Israelies oder Palestinenser gemeint. Und ich war der Ansicht, das das in besonderer Weise auf Menschen zutrifft, die mit dem vorherigen Leid der Täter/Opfer nichts zu tun hatten.

Heute sehe ich die Situation in Palestina als unslösbar an. Der israelische Staat hat sich seit 1948 nie wirklich um Gleichberechtigung oder friedliche Koexistenz (Zwei-Staaten-Lösung) bemüht. Er hat Vorgehensweisen (Siedlungen/Strafjusitz/Diskriminierung) gefördert, die seinen eigenen Gesetzen widersprechen. Deswegen vermutlich, ist Nethanjahu auch der Oberste Gerichtshof Israels so ein Dorn im Auge. Denn dieser hat des Öfteren zu Gunsten der Araber geurteilt.

Die Verteibung und das ständige Unrecht fördern den Nährboden für Extremisten und Terroristen. Inzwischen gibt es sowohl auf palestinensicher Seite, als auch in Israel starke Gruppen, die von Krieg leben, ihre Macht und ihren Lebensunterhalt nur durch bewaffnete Auseinandersetzung beziehen.

Mitten in die israelische Auseinandersetzung über die Jusitzrefom platzt der umfangreichste Terrorangriff der Hamas. Und die besten Geheimdienste der Welt haben vorher nichts bemerkt? Tausende Raketen wurden aus Tunnels abgeschossen? Kein Satellit hat irgendwas fotografiert? Sehr bemerkenswert.

Ich denke die israelisch Ultras und Nethanjahus und die palestinensiche Hamas brauchen einander. Und wenn Israel die Hamas als militärische Organisation wirklich zerschlägt, hat es genug Opfer produziert, welche eine neue Terror-Organisation mit alten Köpfen braucht, um wie Phönix aus der Asche aufzuerstehen. Sollten sich wirklich einmal FührerInnen durchsetzen, die Frieden wollen, wird man diese ermorden. Egal ob in Israel oder Palestina.

Es gibt jede Menge Staaten auf diesem Globus, die Interesse an der schwärenden Wunde „Nahost“ haben. Sei es aus örtlichen oder aus globalen Interessen.

PS. Früher nannte man ein Gebiet in dem Menschen gegen ihren Willen eingepfercht wurden und diese ohne ausreichende Versorgung ihrem Schicksal überlassen wurden „Wahrschauer Ghetto“. Allerdings ist die Größenordnung mit 2,1 Millionen neu.

Contraste – Zeitung für Selbstorganisation

In der Ausgabe September 2023 ist die Kulturelle Landpartie Titelthema.      Wer möchte kann sich die Ausgabe hier 2023_09_Nr._468 contraste ansehen. Andere Themen der Ausgabe: Saint Imier. An die 6.000 Anarchist*innen trafen sich in der Schweiz, um ein Jubiläum zu feiern. Die Gruppe »Femen« organisiert Oben-ohne-Aktionen, um auf politische Missstände hinzuweisen. 50 Jahre Longo Maï: Wie die Bewegung 1973 in Frankreich ihren Anfang nahm.