860 Euro pro Kopf. Über zwei Drittel meiner Monatsrente. Das bekommt der Kreis aus dem Bundessondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“. Oder anders gesagt: 40 Millionen Euro für den Kreis. Ob man dafür die seit vielen Jahren verschobenen (Grund-)Schul-Neubauten bekommt? Oder ein paar Kilometer Deich? Viel Geld für den Einzelnen – „Peanuts“ für den Kreis. Damit wären nicht einmal die Schulden der letzten Jahre zu begleichen.
„Das Geld kommt bei den Menschen an“, betont Landrätin Schulz, „wenn neue Radwege, Straßen oder Infrastruktur für die Menschen vor Ort entstehen“.
Leider kommt das Geld auch von den Menschen, denn es sind die ungedeckten Schecks der Bundesregierung, die eine Billion (das sind 1000 Milliarden Euro für 80 Millionen Bundesbürger) neuer Schulden als Vermögen der besonderen Art „verbucht“.
Statt ausreichender Finanzierung der Kommunen immer nur momentane Geldschübchen: Bedarfszuweisungen, Extrazuweisungen, Zuschüsse, Projektmittel, Modellvorhaben. Dafür gibt es dann neue laufende Aufgaben von Bund und Land für die Kommunen.
Ja, wenn man es geschickt anstellt, kann man im Kapitalismus einen Aufschwung kaufen. In der Hoffnung, dass er sich selbst finanzieren wird. Die Erfahrung zeigt: Das wird nicht funktionieren.
Sowie wieder flüssiges Geld in der Kasse ist, wird es für alles mögliche ausgegeben, aber nicht um 100% der Schulden zu tilgen. Also braucht der Staat mehr Geld. Am einfachsten kommt man (Staat) an Geld, wenn ganz viele zur Kasse gebeten werden (Reformen); wenn das Geld für alle an Wert verliert (Inflation) oder ein bisschen Krieg die Werte verschiebt. Meist gefolgt von einer Währungsreform, bei der das Geld seinen Wert verliert, aber aller sächlicher Besitz an Wert gewinnt.
Glaube versetzt keine Geldberge. Aber fehlender Glaube ruiniert das Geldwesen. Also bitte immer schön weiter glauben und hoffen.
„Es rettet uns kein höh’res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun!
Uns aus dem Elend zu erlösen
müssen wir schon selber tun.“
Woher kenn’ ich bloß diesen Text?
Fatal: ich hör’ die Worte.
Allein mir fehlt der Glaube.