Achtung, Lesewarnung:
Der Text könnte bei Christen zur Verwirrung und Verärgerung führen
Heute ist Pfingsten. Da beschäftigt sich mein Geist schon mal mit was Heiligem. Irgendwann soll Gott der Allmächtige ja zur Erkenntnis gekommen sein, das sein Werk einige Mängel hatte. So wollte Er also dass sein Sohn auf die Erde kommen, um, ja was? Als Reparaturklempner an Gottes Werk herumschrauben? Konnte der Allmächtige das nicht selber besser? Heute sagt man, Christus, Gottes Sohn sei dann für die Sünden der Menschen gestorben. Und? Hat genutzt?
Aber zunächst war die Transportfrage zu klären. Nicht der ganze Kerl tauchte auf Erden auf, sondern der Göttliche Same wurde einer Jungfrau als Leihmutter eingepflanzt. So hatte sie nicht mal Spaß davon, nur die Beschwerden der Schwangerschaft und die Schmerzen der Geburt. Was hat sich der Gott der Liebe dabei wohl gedacht? Aber Gottes Wege sind unergründlich. Als Geburtstag hatte der Allmächtige Weihnachten genommen, so passend zur heidnischen Winter-Sonnenwende.
Über die Kleinkindzeit Jesu ist wenig bekannt. Ging er in die Kita oder schickte ihn Mama Maria zu einer Tagesmutter? Auch über die Kindheit weiß man nicht, ging er zur Schule, lernte er lesen, schreiben, rechnen? Oder gab ihm an Stelle des stiefväterlichen Zimmermanns Gott selber Nachhilfe über ein Home-Office?
Kommt Jesus in die Pubertät? Hatte er die wirklich? Wurde er antiautoritär? Rebellierte er gegen Josef, Maria und Gott? Ging er in eine Lehre? Soweit bekannt, praktizierte es bei Papa Josef als Bauhandwerker. Als solcher kommt er herum, schwingt revolutionäre Reden und sammelt Fans. Damit das gut rüberkommt, bewirkt er auch einige Wunder. Als er mit ein paar Kumpels über’n See fährt, kommt ein Sturm auf und Jesus geht über das Wasser. War das nötig?
Hätte Gott nicht einfach dem Sturm den Wind aus den Segeln nehmen können? Aber nein, es wurden Wunder gebraucht. Wegen der Propaganda. Als auf einem Open Air das Catering nix taugt, füttert er fünftausend Hungrige mit zwei Fischen und fünf Broten, die er unendlich oft teilt…
Angesichts der miesen landwirtschaftlichen Erträge der damaligen Zeit, hätte er das durchaus öfter machen können. Als er einmal Wasser in Wein verwandelt, ist der Grund klar: Die Wasserqualität war schlecht und Alkohol desinfiziert.
Jesus verbreitet auch schlechte Laune. Er jagt Geldwechsler aus den Tempeln, setzt ganze Versammlungen und Teile der römischen Garnison unter Weihrauch (Hasch) und macht diese tendenziell wehruntauglich. Er bringt Leute die eine Frau steinigen wollen um ihr Vergnügen. Er missachtet die Autoritäten und weiß alles besser. – Das kommt nicht überall gut an. Jedenfalls fällt der inzwischen 33-Jährige der Obrigkeit unangenehm auf, und die will ihn vor Gericht stellen. Demonstrativ und legal – wegen der Propaganda. Verständlich, aus römischer Sicht.
Offenbar war es zu schwer, den herumziehenden Vielredner direkt zu fassen (Es gab damals noch kein WhatsApp, das der Geheimdienst hätte ausspähen können.). Deshalb musste einer aus seiner Gang bestochen werden (30 Silberstücke – mehr war das den Römerndann doch nicht wert). Angeblich hat dann dieser Ischarot den Ort eines spätabendlichen Gelages (auf Darstellungen sieht mensch deutlich mehr als Fisch und Brot) durchgesteckt.
Jesus hatte den Tipp-Geber durchschaut, aber blieb trotzdem an der Tafel hocken. Warum? Klar, wegen der Promotion. Also landet er, genau wie die Römer und der liebe Gott es wollten, als Angenagelter am Kreuz. Weil er so (hatte er eine Wahl?) alle Schuld und Sünden der Menschen auf sich nahm. Sagt die Kirche.
Folglich wären dann das jüngste Gericht und die Hölle wohl überflüssig. Das scheint aber nicht richtig geklappt zu haben. Doch kein Rührstück ohne Happy End.
Der Kreuzigung folgt zu Ostern die Auferstehung – passender Weise genau zur Zeit des heidnischen Frühlingsfestes – die Himmelfahrt, und die Ausgießung des Heiligen Geistes (wo kam der jetzt her?). Der Heilige Geist setzt nun alle Menschen in Stand mit sieben Tugenden gottgefällig zu Leben. Tun sie aber nicht. Die frühen Christen wurden später zu Tausenden gekreuzigt, sie machten es also Jesus nach, obwohl der schon für alle Sünden gebüßt hatte. Die Kirche übernahm dann die himmlische Gerechtigkeit und brachte selber Zehntausende – Ungäubige, Ketzer, Wilde, Missliebige – um.
Jetzt, etwa 2000 Jahre später, merkt der Allmächtige, das mit der Menschheit wieder was schief läuft. Sie macht den Planeten klimatisch kaputt. Da hatte der Gott der Liebe wohl eine Idee und er ließ die KI (Künstliche Intelligenz) erfinden. Damit es auf Erden überhaupt etwas wirklich Intelligentes gibt. Aber es scheint, so richtig klappt das auch nicht.
Meine Güte, Allmächtiger, ist das alles?